Sehr geehrte Frau Wagner,
inzwischen sind schon mehr als 4 Monate seit unserer Kanadareise vergangen.
Die Eindrücke waren so intensiv und vielfältig, dass es mir nicht möglich war Ihnen eher einen kleinen Erfahrungsbericht zu übermitteln.
Erschwerend kam hinzu, dass eine Woche nach unserer Rückkehr verheerende Waldbrände in Kanada wüteten, welche großen Schaden anrichteten. Auf Bildern im Internet sahen wir die katastrophalen Folgen insbesondere in und um Jasper. Sehr betroffen haben wir wahrgenommen, dass es auch schwere Zerstörungen in Becker’s Chalet gab. Vom Nachbarhaus unserer Unterkunft standen nur noch die Grundmauern.
Liebe Frau Wagner,
Sie haben uns eine wunderbare Reise organisiert, an welche wir noch lange denken werden. Vielen Dank.
Nach einem problemlosen Flug starteten wir am nächsten Tag mit einer intensiven Stadtbesichtigung von Vancouver mit dem E-Bike. Nachdem wir in Vancouver noch regnerisches Wetter hatten, war der Rest des Urlaubs nur noch Sonne pur.
Die nächsten Tage haben wir dann den Aufenthalt auf Vancouver Island sehr genossen. In Tofino haben wir uns gefreut fast direkt am Strand eine Unterkunft (Seafarer’s B&B) zu haben – sehr privat eingerichtet und ein super Frühstück. Von hier konnten wir zu Fuß den Strand erkunden und Surfer beobachten.
Trotz der nicht einladenden Wassertemperatur musste ich mal kurz in den Fluten untertauchen – sehr erfrischend. Bei mehreren kleinen Wanderungen haben uns die riesigen alten Bäume des Pacific Rim Nationalparks sehr beeindruckt.
Wenn man auf Vancouver Island ist, muss man natürlich eine Walsafari machen. Die Bilder von aus dem Wasser springenden Buckelwalen werden wir wohl niemals vergessen. Als Zugabe dann noch der Besuch einer ganzen Kolonie von Seeottern… .

Nächste Station Telegraph Cove. Unterkunft direkt im Hafen. Der Kingfisher direkt vor dem Fenster, der Weißkopfseeadler in den Bäumen gegenüber. Den Sonnenuntergang mit Blick über den Hafen auf die Johnstone Strait vom Bett aus genossen… .
Vier Monate später habe ich immer noch ein Lächeln im Gesicht, wenn ich daran denke.
Die von Deutschland aus vorgebuchte Bootstour um Grizzlys zu beobachten war auch ein voller Erfolg – ein Dank an unseren Kapitän Grizzly Girl. Nebenbei auf der Tour mehr als 32 Weißkopfseeadler gezählt, Eistaucher, Robben und diverse Alkenvögel beobachtet.
Auch von Telegraph Cove ist es möglich eine Walsafari zu unternehmen. Da wir aber bereits in Tofino eine Tour unternommen hatten, und Buckelwale in Perfektion erleben konnten, waren wir sehr im Zweifel, ob sich eine zweite Walsafari wirklich lohnt.
Auf unserer Reise ist Telegraph Cove der letzte Ort an dem man die Chance hat Orcas zu beobachten. Von einer Tour zurückkommende Touristen hatten zwar Buckelwale gesehen, aber nur eine Orca-Sichtung in sehr großer Entfernung. Nach einem erfolglosen Trip nach Port McNeill, um dort die Chancen für eine Orca-Safari auszuloten, waren wir nach dem Mittag immer noch unschlüssig.
Letztendlich buchten wir die letzte Tour des Tages, um mit dem Zodiac vielleicht doch noch Orcas zu beobachten.
Und wir hatten gleich doppelt Glück. Bei der abendlichen Tour waren wir die einzigen Passagiere im Zodiac und wir konnten sogar eine Orca-Familie in naher Entfernung über einen langen Zeitraum beobachten – ein Traum.
Ein Grund für die Reise war das Buch von Alexandra Morton „ Symphonie der Wale“, welches ich vor vielen Jahren mal gelesen hatte – und jetzt: Orcas direkt vor unserem Boot auf Sichtweite der Ranch, wo Alexandra Morton heute lebt. Auch im Rückblick ist das kaum zu fassen.
Am nächsten Tag ging es dann mit dem Schiff von Port Hardy nach Bella Coola wieder aufs Festland um durch das Küstengebirge in die Rocky Mountains zu fahren. Eindrucksvoll war die Strecke über den Heckman-Pass. Mit einer Schotterstraße hatten wir nicht gerechnet.
Eine der schönsten und angenehmsten Unterkünfte unserer Reise war die Terra Nostra Guest Ranch. Bei Corinne und Christoph wird Gastfreundschaft großgeschrieben. Sehr schöne Unterkünfte, ausgezeichnetes Essen, perfekte Lage. Hunde, Katzen, Pferde, Kühe und Natur hautnah. Und vor dem Frühstück ein Bad in den klaren Fluten des Clearwater Lakes – da möchte man nicht mehr weg.
Als Zugabe für mich als Hobbyfotograf konnte ich dann auf der Terrasse von Christoph vollkommen unerwartet Kolibris fotografieren.
Sehr eindrucksvoll auch unser Rundflug mit der „Beaver“ über die Rainbow Mountains.
Ein weiteres Highlight war der Besuch des Wells-Gray-Parks. Tolle Wasserfälle und schöne Unterkunft im Wilderness House.
Weiter ging es am Mount Robson vorbei Richtung Jasper. Wir hatten das Glück den Mount Robson bei bestem Wetter und ohne Wolken sehen zu können. Phantastisch.
Jasper, gute Unterkunft in Becker’s Chalet. Eine wunderschöne Gegend und man kann nur hoffen, dass die durch die Waldbrände angerichteten großen Schäden reparabel sind. Wir hatten noch das Glück das unversehrte Jasper kennenzulernen. Wanderungen führten uns in den Maligne Canyon zum Maligne Lake und an die Athabasca Falls. Schon am ersten Abend genossen wir bei einem Picknick die tolle Aussicht über den Pyramid Lake.
Bevor wir am letzten Tag in Jasper abreisen mussten, buchten wir noch eine Wildlife Tour mit dem Bus. Prädikat sehr empfehlenswert. Um 6 Uhr mit dem Bus abgeholt und dann mehr als drei Stunden Wildlife pur. Schwarzbären, Wapitis, eine Elchkuh mit zwei Jungtieren, Murmeltiere, Columbia-Ziesel, Streifenhörnchen, Fischadler, Weißkopfseeadler, Helmspecht. Der Busfahrer und Guide kannte sich bestens aus und nahm sich sehr viel Zeit für uns. Es war eine sehr lohnenswerte Tour.

Über den Icefield Parkway ging es nun weiter Richtung Lake Luise. Diese Panoramastraße der Rocky Mountains ist ein einziger Traum. 233 km grandiose Streckenführung durch die Berge der Rocky Mountains. Kurze Stopps zwischendurch um den Ausblick zu genießen und natürlich auch am Columbia Icefield. Perfekte Sicht auf den Mount Athabasca und den Mount Columbia – leider viel zu viele Menschen, was bei diesem Panorama aber nicht verwunderlich ist.
Heutiges Ziel ist Golden, etwas abseits gelegen aber von der Wahl her okay. Die Glenogle Mountain Lodge war unsere nächste Übernachtungsstelle. Die letzte vor Calgary und mit einem Ambiente, welches die beste Zeit schon hinter sich hatte.
Wir konnten von hier aus schöne Ausflüge unternehmen. Zunächst erkundeten wir den Mount Revelstoke Nationalpark und wanderten auch auf den Gipfel des Mount Revelstoke. Bei leichter Bewölkung hatten wir nicht ganz die perfekte Sicht.
Für den nächsten Tag war dann Lake Louise geplant. Da wir am Lake Louise parken und möglichst zum Sonnenaufgang dort sein wollten, fuhren wir schon gegen 4:30 Uhr los und bekamen auch prompt noch einen der letzten freien Plätze. Der Lake Luise ist „Pflichtbestandteil“ fast aller Besucher in den Rockys. Dementsprechend waren auch unendlich viele Menschen bereits am frühen Morgen dort unterwegs. Wir trugen es mit Fassung.
Mit dem Sonnenaufgang war es dann nicht so perfekt. Aufgrund mehrerer Waldbrände in der Umgebung war die Sonne nur als rote Scheibe durch einen Rauchschleier zu sehen. Trotzdem haben wir das eindrucksvolle Panorama genossen und haben noch eine Rundwanderung zum Lake Agnes gemacht.
Auf der Rückfahrt haben wir dann kanadische Dimensionen kennengelernt. Der Trans-Canada Highway nach Golden war wegen eines Unfalls komplett gesperrt. Nach halbstündigem Anstehen im Stau beschlossen wir lieber die Wartezeit mit Baden und Picknick am See zu verbringen. Der Herbert Lake direkt am Icefields Parkway war dafür der perfekte Ort. Nicht von einem Gletscher gespeist, konnten wir im glasklaren Wasser bei angenehmen Wassertemperaturen vor einer grandiosen Bergkulisse ausgiebig schwimmen und picknicken.
Leider war nach dreistündiger Pause der Highway immer noch gesperrt. Die Auskunft an einer Tankstelle: fahren sie die Umleitung über den Banff-Windermere Parkway nach Radium Hotsprings und dann am Columbia River bzw. den Columbia Wetlands nach Golden – statt 80 km jetzt 250 km.
Die Dimension des Columbia River und der Wetlands haben mich dann sehr beeindruckt. Gerne hätte ich in den Wetlands noch ein paar Tage zugebracht, um die Vogelwelt dort kennenzulernen. Schade.
Spät waren wir in Golden und früh am nächsten Morgen ging es weiter nach Calgary. Wir waren wir ein bisschen wehmütig. Die letzten Tage in Canada…
Calgary – tolles Hotel, sehr schöne Lage, kurze Wege ins Zentrum der Stadt. Stadtbesichtigung zu Fuß und zum krönenden Abschluss noch auf den Calgary Tower.
Liebe Frau Wagner,
es sollten nur ein paar wenige Zeilen werden, aber es war eben wirklich eine Traumreise. Nur ein paar Bemerkungen und ein paar Höflichkeitsfloskeln wären der Reise nicht gerecht geworden. Dank Ihrer guten Beratung und Ihrer Sachkenntnis hatten wir einen hervorragenden Urlaub und ich hoffe, dass konnten Sie aus meinen Zeilen auch erkennen.
CANADADREAMTOURS – Der Name ist Programm und wirklich keine Übertreibung!!
Prädikat: sehr empfehlenswert
Fröhliche Weihnachten, besinnliche Tage und einen guten Start in das neue Jahr sowie ein friedvolles und gesundes 2025 wünschen Ihnen Kerstin und Michael A. sowie Dagmar und Uwe K. aus dem Sachsen-Anhaltischen Landkreis Harz






