BlogWir unterwegs: Ontario – Manitoulin Island-Sudbury-Perry Sound von Alexandra Reich Teil 2

Wir unterwegs: Ontario – Manitoulin Island-Sudbury-Perry Sound von Alexandra Reich Teil 2

Inforeise Northeastern Ontario vom 29.05. – 02.06.2026
von unserer Senior Product & Sales Managerin Alexandra Reich

Eine Inforeise von Ende Mai an führte uns durch den Nordosten Ontarios – eine Region, die mit beeindruckender Natur, authentischen Begegnungen und vielfältigen Reiseerlebnissen überzeugt. Die Route führte von Toronto über die Bruce Peninsula und Manitoulin Island bis nach Sudbury und in die Region Killarney. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur landschaftliche Höhepunkte, sondern vor allem authentische Einblicke in die First Nation-Kultur, Natur und regionale Tourismusangebote.

Teil 2 – Weiter ging die Reise mit der Ankunft auf Manitoulin Island

Nach unserer Ankunft auf Manitoulin Island fuhren wir zunächst zum Manitoulin Hotel & Conference Centre in Little Current, wo wir unsere Reiseleiter von Wikwemikong Tourism.
Am Nachmittag erwartete uns eines der absoluten Highlights unserer Reise: eine authentische kulturelle Begegnung mit der First Nation Gemeinschaft von Wiikwemkoong.

Wiikwemkoong ist die größte indigene Gemeinde auf Manitoulin Island und gleichzeitig Kanadas einzig offiziell anerkanntes, nie abgetretenes indigenes Territorium („Unceded Territory“). Hier erhielten wir spannende Einblicke in die Kultur, Geschichte und Traditionen der Anishinaabek, bestehend aus den Völkern der Ojibwe, Odawa und Potawatomi.

Unser abwechslungsreiches Programm umfasste unter anderem:

  • die „Unceded Journey Tour“ mit spannenden historischen Hintergründen,
  • einen Besuch der Kunstgalerie des bekannten indigenen Künstlers James Mishibinijima (der seine Werke zum Teil an der Mosel ausstellt und verkauf)
  • die historische Holy Cross Mission
  • den Bebamikawe Memorial Trail, wo wir mehr über die traditionellen Clans (Dodems) und das Regierungssystem der Anishinaabek erfuhren
  • eine kulinarische Vorführung mit traditionellen Speisen, die über offenem Feuer zubereitet wurden – wo wir alle sehr neugierig alles probiert haben
  • sowie die Begegnung mit den beeindruckenden Spirit Horses, einer besonderen Pferderasse mit großer kultureller Bedeutung

Diese authentischen Erlebnisse ermöglichten uns einen tiefen Einblick in die indigene Kultur und machten den Nachmittag zu einem unvergesslichen Bestandteil unserer Reise.

Im modernen Manitoulin Hotel & Conference Centre in Little Current bezogen wir am frühen Abend unsere Zimmer. Das Hotel der Mittelklasse verbindet modernen Komfort mit indigener Kultur. Bereits die Lobby mit ihrem großen Kamin und den von den Traditionen der First Nations inspirierten Designelementen vermittelt eine besonders angenehme Atmosphäre und liegt am Little Current Fluss mit einer tollen Terrasse.

Den Tag ließen wir bei einem gemeinsamen Abendessen im hoteleigenen North46 Restaurant ausklingen. Dort werden frische regionale Zutaten mit indigener Kochtradition kombiniert und bieten einen gelungenen Abschluss unseres ersten Tages auf Manitoulin Island.

Tag 3 – Kultur, Geschichte und erste Eindrücke von Sudbury

Unser Vormittag stand ganz im Zeichen von Kultur und Geschichte. In M’Chigeeng besuchten wir zunächst die Ojibwe Cultural Foundation, wo wir eine geführte Tour durch die Galerie erhielten und eine traditionelle Tanzvorführung erleben durften. Am Ende haben wir sogar alle getanzt, das war ein großer Spaß wir alle Teilnehmer. Außerdem haben wir, besonders wir Frauen im Galerie-Laden einen Stopp eingelegt und haben uns fast alle mit wunderschönen selbstgemachten First Nation Ohrringen ausgestattet.
Dieser Besuch bot einen weiteren wertvollen Einblick in die lebendige Kultur der Anishinaabek und deren künstlerischen Ausdruck.

Im Anschluss besichtigten wir die Immaculate Conception Church, ein stiller, historisch geprägter Ort, der die vielfältige kulturelle und religiöse Geschichte der Region widerspiegelt. Danach blieb noch Zeit für einen kurzen Stopp im Lillian’s Gift Shop (auch hier wurde nochmal kräftig geshoppt), bevor wir uns zum Mittagessen trafen.

Nach dem Lunch verabschiedeten wir uns von Manitoulin Island und machten uns auf den Weg nach Greater Sudbury, der größten Stadt in Nordontario und einem wichtigen Zentrum der Region. Eine Stadt, die ich zuvor ehrlicherweise nicht so sehr im Fokus hatte, die mich aber total positiv überrascht hat.

Am Nachmittag besuchten wir Dynamic Earth, die Heimat des berühmten „Big Nickel“. Die interaktive Erlebniswelt vermittelt eindrucksvoll die geologische Entwicklung der Erde sowie die lange Bergbaugeschichte der Region Sudbury.
Ein besonderes Highlight war die unterirdische Tour, bei der wir einen authentischen Eindruck von der harten Arbeit im Bergbau erhielten. Ergänzt wurde der Besuch durch multimediale Ausstellungen und einen Außenbereich, der Wissenschaft für alle Altersgruppen erlebbar macht.

Im Anschluss ging es weiter zur lokalen Craft-Brauerei 46 North Brewing, wo wir bei einer kleinen Verkostung die regionalen Bierstile kennenlernen konnten. Die Brauerei steht exemplarisch für die wachsende kulinarische Szene in Sudbury, die zunehmend auf Qualität und Regionalität setzt.

Der Abend stand anschließend ganz im Zeichen der regionalen Küche: Im M.I.C. (Made in Canada) Restaurant genossen wir ein gemeinsames Dinner in entspannter Atmosphäre. Das Restaurant ist bekannt für seine klassische kanadische Küche und interpretiert landestypische Gerichte modern und bodenständig zugleich. Die Portionen waren wieder einmal mehr als ausreichend groß. Nach dem Abendessen kehrten wir zurück ins Hotel und ließen den ereignisreichen Tag in Sudbury ausklingen.

Manitoulin Island – Sudbury

  • Manitoulin Island – größte Süßwasserinsel der Welt
  • First Nation Gemeinschaft von Wiikwemkoong – die größte indigene Gemeinde auf Manitoulin Island
  • Kultur und Geschichte in M’Chigeeng bei der Ojibwe Cultural Foundation
  • Immaculate Conception Church, ein Ort, der die vielfältige kulturelle und religiöse Geschichte der Region widerspiegelt
  • Sudbury – die größte Stadt in Nordontario
    Dynamic Earth – die Heimat des berühmten „Big Nickel“
    die geologische Entwicklung der Erde sowie die lange Bergbaugeschichte der Region Sudbury.
  • Sudbury-Science North – eines der bedeutendsten Wissenschaftszentren Kanadas
  • Georgian Bay – zahlreiche kleine Inseln in der Region
  • Killarney Provincial Park – eine der landschaftlich eindrucksvollsten Regionen Ontarios
  • Point Grondine Park – ein von der Wiikwemkoong First Nation betriebenes Schutzgebiet

Tag 4 – Wissenschaft, Natur und Genuss in Sudbury

Am Vormittag besuchten wir Science North, eines der bedeutendsten Wissenschaftszentren Kanadas. Die interaktive Ausstellung begeistert Besucher jeden Alters und vermittelt komplexe wissenschaftliche Themen auf anschauliche und unterhaltsame Weise und kann durchaus mit dem Deutschen Museum in München mithalten. Besonders beeindruckend waren das IMAX®-Laser-Theater, das Planetarium sowie die vielfältigen Erlebnisbereiche rund um Naturwissenschaft und Forschung.

Im Anschluss erwartete uns ein ruhiger Kontrast zum Vormittag: eine Bootsfahrt auf dem Lake Ramsey. Die Fahrt bot schönstem Sonnenwetter um die 20 Grand entspannte Ausblicke auf die Natur rund um Sudbury und zeigte die Stadt aus einer ganz neuen Perspektive – ruhig, grün und überraschend naturnah. Rund um Sudbury liegen ca. 300 Seen – wieder ein Aspekt dieser Stadt, den ich nicht erwartet hatte.

Zum Mittagessen kehrten wir im italienischen Restaurant El Gusto ein. Hier wurden wir mit frisch zubereiteten Pasta- und Pizzagerichten verwöhnt, die durch hochwertige Zutaten und handwerkliche Zubereitung überzeugten.

Am frühen Nachmittag verließen wir Sudbury und machten uns auf den Weg Richtung Killarney Provincial Park, eine der landschaftlich eindrucksvollsten Regionen Ontarios.

Am späten Nachmittag erreichten wir die Killarney Mountain Lodge, eine charmante, rustikale und gleichzeitig komfortable Lodge direkt am Wasser der Georgian Bay. Die Unterkunft verbindet traditionellen Holzbau mit gemütlicher Eleganz und bietet einen idealen Ausgangspunkt für Naturerlebnisse in der Region.

Der restliche Nachmittag stand zur freien Verfügung. Viele nutzten die Zeit für Spaziergänge, zum Erkunden der Umgebung oder für eine erste Kanutour. Ich habe mich natürlich bei dem Kaiserwetter für eine kurze Kanutour entschieden – ein absoluter Traum. Die besondere Lage der Lodge, eingebettet zwischen Wasser und den markanten Quarzitbergen des Killarney Parks, sorgte für eine außergewöhnlich entspannte Atmosphäre.

Am Abend genossen wir ein gemeinsames Dinner in der Lodge und ließen den Tag bei einer Segeltour durch die Georgian Bay zum Sonnenuntergang sehr stilvoll ausklingen.
Achtung der Juni ist Moskitozeit in Ontario, ich habe einige Stiche als Souvenir mit in den Heimat genommen.

Tag 5 – Naturerlebnis, Rückreise und Abschied von Nordontario

Nach einem letzten Frühstück in der Killarney Mountain Lodge checkten wir aus und setzten unsere Reise Richtung Süden fort.
Ein kurzer Stopp führte uns in den Point Grondine Park, ein von der Wiikwemkoong First Nation betriebenes Schutzgebiet. Der Park beeindruckte durch seine unberührte Natur, weitläufige Wanderwege und das klare Bekenntnis zur Verbindung von Landschaft, Kultur und nachhaltigem Tourismus. Besonders interessant war die Besichtigung des neuen Eco-Cabin-Projekts, das innovative Ansätze im nachhaltigen Naturtourismus zeigt.

Anschließend setzten wir unsere Fahrt entlang der Georgian Bay fort. Die Strecke zählt zu den landschaftlich schönsten Routen Ontarios und bot immer wieder beeindruckende Ausblicke auf Wasser, Wälder und Felsformationen.

Zum Mittag machten wir Halt im hübschen Ort Parry Sound, wo wir im Trestle Brewing Company direkt am Wasser zu Mittag aßen. Die Kombination aus moderner Brauerei, regionaler Küche und der Lage am historischen Eisenbahnviadukt machte diesen Stopp zu einem stimmungsvollen Abschluss im Norden Ontarios.

Am Nachmittag traten wir die letzte Etappe unserer Reise in Richtung Toronto Pearson International Airport an. Nach einer letzten Fahrt durch die Landschaften Zentral-Ontarios erreichten wir am frühen Abend den Flughafen.

Damit endete unsere Inforeise durch Northeastern Ontario – eine Reise voller kultureller Begegnungen, landschaftlicher Highlights und authentischer Einblicke in eine Region, die sich als vielfältiges und außergewöhnlich spannendes Reiseziel präsentiert.
Ein Besonderes Dankeschön gilt unserem Guide von Tourism Northeastern Ontario Ian MC Millan, der trotz eines recht straffen Programms, seine so gute Laune nicht verlor.

ENDE 2. Teil
Ersten Teil der Reise (nochmal) ansehen

Eine Bilderauswahl meiner Erlebnisse

Wie komme ich hin?
Aus Europa mit einem Flug nach Toronto. Mietwagen gibt es am Flughafen. Mietwagenreisen werden von Toronto aus als Rundreise angeboten.

Reisezeit: 
Die Region ist ganzjährig bereisbar. Die beste Reisezeit ist während den Sommermonaten.

—————–
Informationen zu Reisen:
Gerne organisieren wir für Sie Reisen z.B. individuell gestaltete Mietwagen- oder Wohnmobiltouren in die Regionen von Ostkanada / Ontario und speziell auch in die Northeastern Ontario Region. Finden Sie hier Mietwagen-Reisebeispiele

Schreiben Sie uns von Canada Dream Tours Ihre Reisewünsche: mail@canadadreamtours.de 
Wir bieten Ihnen IHRE individuell gestaltete Reise!

Verpasse nicht unsere aktuellen Infos über Kanada auf unseren Social Media Kanälen!

Ähnliche Artikel







    DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner