“Dawson City“ 

„Gold – Gold“, war der Ruf !
Es wurde ein hohes Goldvorkommen am Klondike River, einem Zufluss des legendären Yukon River erwartet. Dawson City im YUKON Territorium – DIE Stadt in Nordamerika als Symbol für den einstigen Goldrausch.
Reinhard Pantke, der Reiseglobetrotter und Reisejournalist, unterwegs im
hohen Norden mit seinem „treuen Drahtesel“, berichtet uns auch von seinen Eindrücken in und um Dawson City.

 

Vielleicht ergeht es vielen so wie mir, Sie bekommen leuchtende Augen, wenn Sie nur den Namen Dawson City lesen oder hören. Die Stadt liegt weit im Norden des Yukon Territory und war mal zum Höhepunkt des Goldrausches mit über 30.000 Einwohnern die größte Stadt nördlich von Seattle und westlich von Winnipeg. Der von Jack London beschriebene „Lockruf des Goldes“ hatte die Massen dazu bewegt, den weiten Weg durch die Inside Passage, immer der Pazifikküste entlang nach Norden zu wählen und sich dann mit Hundeschlitten oder Schaufelraddampfern in die gefährliche Wildnis des Nordens zu wagen.

Meist im Winter in Skagway angekommen, musste erst mal der berühmt berüchtigte Chilkoot Pass mit seinen über 1000 m Höhe überwunden werden. Bei Eiseskälte mussten die „Glücksritter“ die Strecke oft mehrmals bewältigen, um all ihre Ausrüstung sowie Hab und Gut von Skagway in Alaska nach oben und danach weiter bis nach Whitehorse zu bringen. Ein Denkmal in der Nähe von Skagway erinnert auch heute noch an die Vielen, die ihre Sehnsucht nach dem Gold mit dem Leben bezahlten. Der Chilkoot Pass ist heute Teil des Klondike Gold Rush National Historical Parks. Nach einiger Zeit, schon während des Klondike-Goldrausches, wurde dann 1898 eine Eisenbahnlinie bis nach Whitehorse gebaut. Die White Pass and Yukon Railway ab Skagway bis zum Lake Bennett auf den Höhen wird bis heute betrieben.
Ab Whitehorse ging es dann auf oft abenteuerlichen Schaufelraddampfern auf dem Yukon River weiter bis nach Dawson City, wo wieder so mancher nicht am Ziel seiner Begierde sein Leben lassen musste.

Im Laufe der Zeit zeigte sich aber, dass nicht alle reich werden konnten und die Massen zogen weiter in Richtung Alaska, auch Jack London war einer von Ihnen. Reich wurde er nicht durch das Gold, sondern durch die Bücher, die er über diese Zeit schrieb!

Heute leben noch ca. 1.400 Menschen in Dawson City und es ist nicht leicht die Einsamkeit und die langen Winter mit über Minus 40 Grad zu ertragen; Whitehorse die nächste größere Stadt und Einkaufsmöglichkeit ist über 530 km entfernt! Immer noch kann man die Spuren des Goldrausches in der Umgebung sehen und so manch einer, scheint noch heute auf den großen Fund zu hoffen.

Die Stadt hat sich ihren Charme bis heute bewahrt, die Häuser sind allesamt aus Holz und die Straßen staubig. Wer sich die Autos wegdenkt, kann sich gut vorstellen, dass zwielichtige Gestalten ihre Pferde am Saloon festbanden, um dann das kalte Bier oder das leichte Mädchen mit dem Goldnugget zu bezahlen. Die Stadt ist authentisch und ist, da es natürlich keine Kreuzfahrtschiffe gibt, weit weniger überlaufen als Skagway und Haines. Diverse Bars bieten mit ihrem Ambiente fast das Gefühl von damals. In der kombinierten Bar, Saloon und Spielkasino „Diamant Tooth Gerties“ zum Beispiel, die auch leckere Speisen bietet, bekommt man mehrmals am Abend Tanzshow’s „wie damals“ zu sehen und die „möchtegern-Goldgräber“ können einen Schnaps trinken mit einem Fußzehen darin – prost !

Dawson City ist heute im Rahmen eines Roadtrips durch den Norden Kanadas gut zu erreichen.
Canada Dream Tours hilft Ihnen gerne weiter und bietet Ihnen neben individuell ausgearbeiteten Mietwagentouren und Abenteuern auch eine begleitete Tour in einer kleinen Gruppe ab 4 Personen mit unserem deutschen Reiseleiter Tobias an.  Siehe hier: Mietwagen-Tour  oder  Kleingruppen-Tour

Bilder: Reinhard Pantke und Robert Wassermann (2 Bilder)

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